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5.1 KiB

Vorbereitung für SuperOffice Meeting: API E-Mail-Versand (Shipment)

Datum: 05.03.2026
Teilnehmer: Christian Godelmann (RoboPlanet), Frau Grilnberger / Herr Eberhard (SuperOffice)
Thema: Fehlende Berechtigung für automatisierten E-Mail-Versand via API


1. Ausgangslage & Ziel

Wir haben die GTM-Engine (KI-basierte Anreicherung) erfolgreich an SuperOffice (Tenant Cust26720) angebunden.

  • Lese-Zugriff: Funktioniert (Webhooks, Person/Contact lesen).
  • Schreib-Zugriff (Daten): Funktioniert (UDFs schreiben, Sales erstellen).
  • E-Mail-Versand (Shipment): Schlägt fehl (500 Internal Server Error).

Ziel: Der API-User (Client ID 0fd8...) soll automatisierte Erstkontakt-E-Mails ("Shipments") im Namen des zugewiesenen Vertriebsmitarbeiters versenden können.


2. Diagnose-Ergebnisse (Live-Test vom 05.03.2026)

Wir haben eine Tiefenanalyse mit Admin-Rechten durchgeführt. Hier sind die harten Fakten:

A. Identitätsproblem (Ursache)

Der API-User hat keine verknüpfte "Person" im System.

  • Request: GET /api/v1/Associate/Me
  • Response: 500 Internal Server Error
  • Bedeutung: Das System weiß nicht, "wer" der API-User ist. Ohne Identität können keine personalisierten Aktionen (wie E-Mail-Versand) ausgeführt werden.

B. E-Mail-Versand (Blockade)

Trotz aktiver Marketing-Lizenz (ShipmentTypes sind abrufbar) scheitert der Versand.

  • Test: Erstellung eines Shipment Objekts (Type: Email).
  • Response: 500 Internal Server Error
  • Log-Auszug:
    {
      "Error": true,
      "ErrorType": "NullReferenceException",
      "Message": "Object reference not set to an instance of an object.",
      "Source": "SoDataBase"
    }
    
    (Hinweis: Der Fehler deutet darauf hin, dass interne E-Mail-Einstellungen (SMTP/Exchange) für den user null sind.)

C. Schreibrechte (Erfolgreich)

Zum Vergleich haben wir andere Objekte erstellt, um generelle API-Probleme auszuschließen.

  • Sale (Verkauf): Erfolgreich erstellt (ID 342539).
  • Appointment (Termin): Erfolgreich erstellt (ID 993350).

3. Unsere Bitte an SuperOffice (Lösungsvorschlag)

Um das Problem zu lösen, benötigen wir folgende Anpassungen für den API-User (oder einen dedizierten System-User):

  1. Personalisierung: Verknüpfung des API-Users mit einer Personalkarte im SuperOffice (damit Associate/Me funktioniert).
  2. Rollen: Zuweisung der Rolle "Mailing Administrator" (oder vergleichbar), um Shipments zu erstellen.
  3. E-Mail-Konfiguration: Hinterlegung der E-Mail-Einstellungen (idealerweise "Send As" Recht für die Account-Manager, damit die Mails im Namen von Herrn Godelmann/Herrn X rausgehen).

4. Aktueller Workaround (Plan B)

Bis zur Lösung nutzen wir folgenden Workaround:

  1. Die KI generiert den E-Mail-Text.
  2. Anstatt die Mail zu senden, erstellen wir einen Termin (Appointment) in der Vergangenheit.
  3. Der E-Mail-Text wird in die Beschreibung des Termins geschrieben.
  4. Der Vertriebler muss den Text manuell kopieren und versenden.

Dies ist funktionstüchtig (getestet), aber keine Dauerlösung.


5. Technische Details (für Support)

  • Tenant: Cust26720 (Online3)
  • Client ID: 0fd8... (Name: "Gemini Connector Production")
  • Authentication: System User Flow (Refresh Token)
  • Endpoint: /api/v1/Shipment

6. Ziel-Prozess & Automatisierungs-Logik (Roadmap)

Um den SuperOffice-Experten den Kontext unserer Anforderungen zu verdeutlichen, hier das geplante Ziel-Szenario:

A. Neukunden-Akquise (Prospecting)

  1. Trigger: Ein Mitarbeiter setzt in SuperOffice den Status einer Person auf MA-Status: Init.
  2. Enrichment: Die Gemini GTM-Engine (Company Explorer) erkennt den Trigger via Webhook, analysiert das Unternehmen und generiert hyper-personalisierte Texte in den UDFs.
  3. Versand (Der "Send As" Case): Die Engine stößt über die API den Versand der 1. E-Mail an.
    • Wichtig: Der Versand erfolgt im "Send As" Modus (nicht "Im Auftrag von").
    • Absender: Der in SuperOffice hinterlegte Account Manager / Associate.
    • Signatur: Die E-Mail muss die persönliche Signatur des jeweiligen Absenders enthalten.
  4. Status-Update: Nach erfolgreichem Versand wird der Status auf Sent 1st E-Mail gesetzt.

B. Multi-Step Follow-up (Drip Campaign)

  1. Wartezeit: Das System prüft nach 7 Tagen (via Queue/Cron) erneut den Status der Person.
  2. Bedingung: Ist der Status unverändert (Sent 1st E-Mail), wird automatisch die 2. E-Mail (Nurture) versendet.
  3. Abbruch: Reagiert der Kontakt (Statusänderung durch Sales) oder ist die 3. Mail ohne Erfolg rausgegangen, stoppt die Sequenz.

C. Sales Follow-up (Angebot-Nachfassen)

  1. Trigger: Ein Angebot (Sale) ist seit 14 Tagen im Status "Offen" und es gab keine dokumentierte Aktivität.
  2. Aktion: Die Engine generiert ein personalisiertes Follow-up für den Account Manager und versendet dieses (ebenfalls via "Send As"), um den Sales-Prozess zu beschleunigen.

Ende des Protokolls