Establishes the initial structure for the SuperOffice connector. Implements the complete, iterative authentication process, culminating in a successful refresh token exchange. Documents the process and the final blocker (API authorization) in the integration plan, awaiting IT action to change the application type to 'Server to server'.
7.2 KiB
Technisches Konzept: SuperOffice CRM Integration
Dieses Dokument beschreibt die Integrationsstrategie zwischen SuperOffice CRM (führendes System für Stammdaten) und dem Company Explorer (KI-gestützte Anreicherungs-Engine).
Zielsetzung
Automatisierte Anreicherung von B2B-Firmendaten im CRM mit KI-generierten Insights (z.B. Robotik-Affinität, Branchen-Einstufung), ohne die Hoheit über die Stammdaten zu gefährden.
1. Architektur: Der "SuperOffice Connector"
Wir implementieren einen dedizierten Microservice (connector-superoffice), der als Brücke fungiert.
graph LR
subgraph CRM ["SuperOffice CRM (Cloud/On-Prem)"]
SO_DB[("Stammdaten<br/>(Contact)")]
SO_UDF[("KI-Felder<br/>(UDFs)")]
end
subgraph Middleware ["Integration Layer (Docker)"]
Connector["🔄 SuperOffice Connector<br/>(Python Service)"]
end
subgraph Intelligence ["GTM Engine"]
CE_API["⚡ Company Explorer API"]
CE_DB[("Enrichment DB")]
end
%% Data Flow
SO_DB -->|"1. Pull (Delta/Initial)"| Connector
Connector -->|"2. Push (Import)"| CE_API
CE_API -.->|"3. Enrichment Process"| CE_DB
CE_DB -->|"4. Result"| CE_API
Connector -->|"5. Poll Results"| CE_API
Connector -->|"6. Write-Back (Update UDFs)"| SO_UDF
%% Styling
style CRM fill:#e8f5e9,stroke:#2e7d32,stroke-width:2px
style Middleware fill:#e3f2fd,stroke:#1565c0,stroke-width:2px
style Intelligence fill:#fff3e0,stroke:#ef6c00,stroke-width:2px
2. Datenmodell & Erweiterung
Um die CRM-Daten sauber zu halten, schreiben wir niemals in Standardfelder (wie Name, Department), sondern ausschließlich in dedizierte, benutzerdefinierte Felder (User Defined Fields - UDFs).
Benötigte Felder in SuperOffice (Anforderung an IT/Admin)
Folgende Felder sollten am Objekt Company (bzw. Contact in SuperOffice-Terminologie) angelegt werden:
| Feldname (Label) | Typ | Zweck |
|---|---|---|
AI Robotics Potential |
List/Select | High / Medium / Low / None |
AI Industry |
Text (Short) | KI-ermittelte Branche (z.B. "Logistik - Intralogistik") |
AI Summary |
Text (Long/Memo) | Kurze Zusammenfassung der Analyse |
AI Last Update |
Date | Zeitstempel der letzten Anreicherung |
AI Status |
List/Select | Pending / Enriched / Error |
Benötigtes Feld im Company Explorer
| Feldname | Typ | Zweck |
|---|---|---|
external_crm_id |
String/Int | Speichert die ContactId aus SuperOffice zur eindeutigen Zuordnung (Primary Key Mapping). |
3. Phasenplan
Phase 1: Initial Load (Snapshot)
Ziel: Bestandskunden und aktive Leads einmalig bewerten.
- Filter: Der Connector lädt alle Firmen mit Status "Kunde" oder "Prospect".
- Import: Daten werden via
POST /api/companies/bulkan den Explorer gesendet. DieContactIdwird mitgegeben. - Verarbeitung: Der Explorer arbeitet die Queue ab (Web-Scraping -> Klassifizierung).
Phase 2: Write-Back (Ergebnisse speichern)
Ziel: Ergebnisse im CRM sichtbar machen.
- Der Connector prüft regelmäßig (
GET /api/companies?status=ENRICHED) auf fertige Analysen. - Für jeden Treffer sendet er ein Update an die SuperOffice API (
PUT /Contact/{id}). - Es werden nur die oben definierten UDFs aktualisiert.
Phase 3: Continuous Sync (Polling)
Ziel: Neue Firmen automatisch verarbeiten.
- Zyklus: Alle 60 Minuten.
- Logik: "Gib mir alle Firmen, die seit
LAST_RUNerstellt oder geändert wurden." - Aktion: Neue Firmen werden automatisch zur Analyse geschickt.
- Vorteil: Keine komplexe Firewall-Konfiguration für eingehende Webhooks nötig (Outbound-Only Traffic).
4. Sicherheit & Authentifizierung
- Authentifizierung: Nutzung eines System User Tokens (Machine-to-Machine). Dies verhindert, dass Passwörter von persönlichen Accounts im Code hinterlegt werden müssen.
- Scope: Der API-User benötigt Lesezugriff auf
Contactund Schreibzugriff auf dieUDFs. - Datenschutz: Es werden nur Firmendaten (Name, Webseite, Stadt) übertragen. Personenbezogene Ansprechpartner bleiben im CRM und werden nicht an die KI gesendet.
4.1. POC Erkenntnisse & Manueller Setup-Prozess (Feb 2026)
Während des initialen Proof of Concepts (POC) wurde der Authentifizierungs-Flow für die SOD-Umgebung (SuperOffice Development) erfolgreich etabliert. Dabei wurden folgende wichtige Erkenntnisse gewonnen:
Problemstellung: Ein direkter "Client Credentials Flow" (rein maschinell) ist mit dem Anwendungstyp "empty" nicht möglich. Stattdessen ist ein einmaliger, interaktiver Schritt notwendig, um einen langlebigen refresh_token zu generieren, der dann für die automatisierte Kommunikation genutzt werden kann.
Durchgeführte Schritte zur Token-Generierung:
- App-Konfiguration: Im SuperOffice Developer Portal wurde für die Anwendung "Robo_GTM-Engine" die URL
http://localhostals "Allowed redirect URL" hinzugefügt. - Autorisierungs-URL: Ein Benutzer hat die folgende, speziell konstruierte URL im Browser geöffnet, um den Autorisierungsprozess zu starten:
https://sod.superoffice.com/login/common/oauth/authorize?client_id=[IHRE_CLIENT_ID]&redirect_uri=http%3A%2F%2Flocalhost&response_type=code - Manuelle Zustimmung: Der Benutzer hat sich in SuperOffice eingeloggt und der Anwendung die angeforderten Berechtigungen erteilt.
- Code-Extraktion: Nach der Zustimmung wurde der Browser auf eine
localhost-URL umgeleitet. Obwohl die Seite nicht geladen wurde, enthielt die URL den notwendigenauthorization_code(z.B.http://localhost/?code=ABC-123...). - Token-Austausch: Mit einem Skript wurde dieser einmalige
codean den SuperOffice Token-Endpunkt gesendet. Im Gegenzug wurden ein kurzlebigeraccess_tokenund der entscheidende, langlebigerefresh_tokenempfangen. - Sichere Speicherung: Der
refresh_tokenwurde in der.env-Datei des Connectors alsSO_REFRESH_TOKENhinterlegt.
Ergebnis & Aktueller Blocker:
- Erfolg: Der Authentifizierungs-Handshake ist erfolgreich. Der Connector kann den
SO_REFRESH_TOKENnutzen, um jederzeit vollautomatisch neue, gültigeaccess_tokenvon SuperOffice zu erhalten. - Blocker: Trotz gültigem
access_tokenwerden alle nachfolgenden API-Aufrufe (z.B. an/api/v1/User/currentPrincipal) von SuperOffice auf die Login-Seite umgeleitet (HTTP 302 Found). Dies ist ein klares Indiz dafür, dass der Token zwar gültig, aber nicht für den API-Zugriff autorisiert ist.
Empfehlung für die IT:
Die Ursache für die fehlende Autorisierung liegt sehr wahrscheinlich im Anwendungstyp "empty". Um eine echte Server-zu-Server-Integration zu ermöglichen, muss der Anwendungstyp im SuperOffice Developer Portal auf "Server to server" geändert werden. Dies wird voraussichtlich erfordern, dass die Schritte 2-6 erneut durchgeführt werden, um neue Tokens mit den korrekten Berechtigungen zu erhalten.
5. Vorbereitung für die IT
Um den Connector in Betrieb zu nehmen, benötigen wir:
- API Zugangsdaten:
Client ID,Client Secret,Customer ID(Tenant) und einenSystem User Token. - UDF Definitionen: Die
ProgId(technischen Namen) der neu angelegten Felder (z.B.userdef_id_123).